Bausteine · 06
Telefonassistent
Rangehen, wenn keiner rangehen kann — bezahlt je Minute
Pilot gebaut; KI-Ansage und Einwilligung in die Aufzeichnung laufen, noch an keiner echten Anlage
0,19 € je Minutesekundengenau, dazu 2,90 € Anschluss je Betrieb und Monat, netto
Wofür er da ist
Rangehen, wenn keiner rangehen kann. Der Assistent meldet sich mit dem Firmennamen, fragt einen Leitfaden ab, erkennt an der Nummer Kunde und laufendes Projekt und macht aus dem Anruf auf Knopfdruck einen Vorgang samt Aufgabe.
Er sagt zuerst, dass er eine Maschine ist — Artikel 50 der KI-Verordnung verlangt das seit dem 02.08.2026 zu Beginn der ersten Interaktion, und bei uns lässt sich dieser Satz nicht abschalten. Danach fragt er, ob aufgezeichnet werden darf. Ein Hinweis, dem niemand widerspricht, ist keine Einwilligung: § 201 StGB schützt die Vertraulichkeit des gesprochenen Wortes, und das ist Strafrecht, kein Bußgeld.
Sagt der Anrufer nein — oder sagt er gar nichts —, wird nichts aufgezeichnet: keine Tondatei, kein wörtliches Protokoll. Was bleibt, sind die Antworten auf den Leitfaden, also das, was auch ein Mensch mitschreiben würde. Die Entscheidung steht mit Zeitpunkt am Anruf.
Angeschlossen wird die vorhandene Telefonanlage über einen einzigen, signierten Endpunkt — sipgate, twilio und placetel werden übersetzt, ein eigenes Format geht auch. 60 Freiminuten je Monat und Betrieb sind enthalten.
Was drin ist
- Nimmt ab, meldet sich mit dem Firmennamen, fragt den Leitfaden ab
- Eigene Fragen ohne Programmierung ergänzbar
- Dringlichkeit in vier Stufen – Werbung klingelt nicht durch
- Nummernerkennung: Kunde und laufendes Projekt werden zugeordnet
- Zusammenfassung, Wortlaut und Aufnahme zu jedem Gespräch
- Aus dem Anruf wird auf Knopfdruck Kunde, Projekt und Leselink
- Bezahlt wird die Gesprächszeit, sekundengenau — keine angefangenen Minuten
- Werbeanrufe werden erkannt und nicht berechnet
- Monatsdeckel: ab der eingestellten Grenze ist Schluss, ohne Nachfrage
Was hier noch nicht geht
Noch an keiner echten Telefonanlage erprobt. Der Ablauf läuft, der Anschluss an sipgate, Twilio oder Placetel ist gebaut, aber ein Gespräch über eine richtige Leitung hat noch keiner geführt. Das ist der nächste Schritt und braucht einen Pilotbetrieb.
Die Mitarbeiterseite ist Papier, nicht Technik. Wird ein Gespräch an einen Mitarbeiter durchgestellt und dabei aufgezeichnet, muss auch er zugestimmt haben. Das regelt eine Vereinbarung im Betrieb, und die liefern wir nicht mit — wir sperren die Aufzeichnung nur so lange, bis jemand sie ausdrücklich einschaltet.